Ritter im Kleinen Garten

sam_2374An einem besonders kalten Tag im November hatten wir Besuch von eine Gruppe aus dem Waldorfkindergarten Strehlen. Was dort passiert ist, schreibt hier die Kindergärtnerin Frau Heinrich:

Die Vorschulkinder des Waldorfkindergartens feierten am Dienstag ihre „Schwertübergabe“ im „Kleinen-Garten-Strehlen“. Ganz im Sinne der Michaelizeit standen die vorangegangenen Wochen der HANDWERKSEPOCHE im Zeichen des kräftigen Tätigseins. Es wurde gesägt, geraspelt, geschliffen. Trotz der allgemeinen Begeisterung für diese Herausforderungen, kamen alle Kinder irgendwann einmal an den Punkt, wo es den „inneren Drachen“ zu überwinden galt, wo die Lust darauf „schon wieder zu schleifen“ erst einmal geweckt werden musste oder wo es galt zu spüren, wann eine Pause/Abwechslung dringend notwendig war. Kleine Verse und Lieder oder auch der Bewegungsreim vom Pferdchen halfen uns, so manche Talsohle zu überwinden.

 

„Oh, wie läuft mein Pferdchen munter,
Berg hinauf und Berg hinunter.
Hört es meine Glöckchen klingen,
will es fröhlich weiter springen.
Auf die Wiese, übern Wall,
in den Stall.“

 
Nun waren die Schwerter fertig und wir konnten im wildromantischen „Kleinen-Garten“ einen wunderbaren Vormittag verbringen. Nach einem kräftigen Frühstück widmeten wir uns Spielen, die vielleicht auch schon den Jungen und Mädchen in der Ritterzeit bekannt waren. Da gab es Sockenzielwurf an der „Ritterwäsche“, Ringestechen und Kugelfangen, Tritschenlauf… Die Kinder versuchten ihr Glück beim „Goldenen Stein“ und bauten in der „Bauhütte“ interessante Varianten für Festungsmauern (die anschließend mit den Sockenbällen auf Stabilität getestet wurden). Als alles genügend probiert wurden war, versammelten wir uns noch einmal und nun gab es die Schwerter. Mit dem Wunsch: „… auf das du auch weiterhin mutig deinen Weg gehen kannst“ wurde dieses Symbol des Erzengels Michael an die Kinder übergeben. Vielen Dank an alle Eltern, die uns geholfen und unterstützt haben und an Gesine Hildebrandt vom Verein „Kleiner-Garten-Strehlen“, die uns den Aufenthalt dort ermöglicht und uns so warmherzig begrüßt hat.untitledsam_2384

Erntedank

p1010581Wir wollen den Herbst und unsere Ernte feiern! Dafür schmeißen wir unseren Lehmofen an und machen Pizza. Bringt gern euren Lieblingspizzabelag mit!

Wir freuen uns drauf!

Eure kleinen Gärtner

Wo die wilden Gärtner leben – Sommerferiencamp im Kleinen Garten

„Das ist eine Brombeere. Probier mal.“

„Aber ich mag kein Obst“

„Auch nicht, wenn du es SELBER geerntet hast? Da wär ja die ganze Arbeit umsonst.“

„Na gut, eine.“

„Nimm die hier, die ist schon ganz groß, weich und saftig“

„Ok“. Ruhe. Schmatzen. „Mhhhh. Lecker. Ich mag ein neues Obst.“
Dies war eine der vielen kleinen Begebenheiten, die das Sommerferiencamp im Kleinen Garten zu etwas ganz Besonderem machten.

 

 

Vom ersten bis fünften August wuselten 13 Kinder zwischen 7 und 12 durch den Gemeinschaftsgarten „Kleiner Garten“ und erkundeten dort spielerisch die Natur. Ein Team von PädagogInnen und GemeinschaftsgärtnerInnen begleitete Sie dabei. Benedikt vom ÖIZ, Sarah und Julie vom Jungen Gemüse organisierten das Camp und holten sich zur Verstärkung für den Lehmofenbau noch Adrian und Vincent mit dazu. So konnte das erste Sommerferiencamp in einem der UFER-Projekte e.V. Gärten starten.

Von Höhlen bauen aus Weidenruten, über Wasserspiele am Bach, Ernten von Gemüse und Brombeeren bis hin zu einer Tour durch den botanischen Garten gab es viel zu erleben. Dabei konnten die Kinder sich größtenteils selbstbestimmt durch den Garten bewegen und sich austoben. So kamen sie an einem Regentag von ganz allein auf die Idee kreative Wassersammelmethoden zu entwickeln und Ressourcen zu speichern.

Das Highlight war aber sicherlich der Bau unseres Lehmofens. Hier lernten die Kinder und wir, wie aus einfach zu beschaffenden Ressourcen wie Lehm und alten Ziegeln ein Ofen konstruiert werden kann. Der wohl spannendste Moment des Camps war der, an dem die Schablone des Gewölbes aus dem Bauwerk gezogen wurde und die Ziegelsteine wie durch ein Wunder fest zusammen hielten. Wahnsinn! Doch auch das Mischen des Lehms und abdichten des Ofens machten uns viel Spaß. Am Ende wurde das Bauwerk dann noch mit Scherbenmosaiks verschönert.
Am Freitag feuerten wir den Ofen das erste mal an und probierten ein von den Kindern gewünschtes Rezept aus: „Schlemmerbrot“. Ein mit Käse und selbstgemachter Kräuterbutter gefülltes und im Ofen überbackenes Brot.

Dafür mussten wir den Ofen 1 ½ Stunden anfeuern und gut auf das Feuer achten, anschließend wurde die Glut aus dem Ofen genommen und das Brot hineingeschoben. Die Schamottsteine und die dicke Ziegelwand hielten genug Wärme im Ofen um unser Essen zu erhitzen.

 
Ziel des Camps war es, den Kindern ganz praktisch Wissen über ökologische Zusammenhänge, gesunde Ernährung, Gärtnern und Partizipation zu vermitteln. Dafür bereiteten wir keine theoretischen Inputs vor, sondern proboierten gemeinsam viel aus und beantworteten Fragen. „Wo steht denn hier der Lauch?“, „Warum schmeißen wir die Gemüseabfälle auf den Kompost?“, „Woher kommt der Lehm?“, „Warum gibt es zum Mittag kein Fleisch?“, „Was wächst da?“ Beim beantworten dieser Fragen spielte sich in den Kinderköpfen deutlich sichtbar einiges ab. Auch beim Umgang miteinander konnten einige Kinder in dieser Woche viel lernen. Zum Beispiel beim Morgenkreis, wo wir das Tagesprogramm gemeinsam planten und jede Stimme zählte.

 
Es ist erstaunlich, wie schnell so eine Woche vergehen kann. Zwischen bauen, spielen, erkunden und essen flog die Zeit davon und schon war das Camp vorbei.

Wir planen für das nächste Jahr eine Wiederholung!

 

 

 

 

 

 

 

Das war unser Sommerfest

Es sah schon ziemlich grau aus, als wir unsere Gartenbar am 3. Juli eröffneten um unser Sommerfest zu feiern und pünktlich zum Begin der Festlichkeit zog ein kleiner Sturm auf und Regtropfen kitzelten uns auf der Nase. Doch zum Glück haben wir in dieser Saison schon eine Plane aufgehangen und ein Terassendach am Haus gebaut.

Schlechtes Wetter macht uns also nichts mehr aus. Gefeiert wird immer, vor allem an diesem Wochenende. Es war immerhin der 5 jährige Geburtstag unseres Vereins UFER e.V.! Freitag Abend gab es schon eine große Sause im Hechtgrün, gefolgt von einem Brunch und Kirschernte im Gorbitzer Gemeinschaftsgarten, einem feierlichen Konzert mit Rede von unseren 3 UFER-Bufdis im Johanstädter Gemeinschaftsgarten, wo alles begann und zu guter letzt eben ein entspanntes Sommerfest im Kleinen Garten.

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Gegen 4 verzog sich das Unwetter und die Sonne ließ sich blicken. Mit ihr auch einige neugierige BesucherInnen aus der Nachbarschaft, die sich bei Kaffee und Kuchen im Garten umschauten und aufmerksam die Infokarten der Gartenschatzsuche lasen, die wir überall im Garten verteilt hatten. Ein ganz besonderer Gast war auch unsere Gartenkatze, die sonst meist ganz scheu den Garten verlässt, sobald wir aufkreuzen, zu unserem Fest aber fast den ganzen Tag durchs grün schlenderte und sich kraulen ließ.

Spannung kam auf beim Kirschkernweitspucken. Einige Mitspieler nutzten gar akrobatische Sprünge, um zu gewinnen oder einfach frecherweise Mitspieler zu bombardieren. Die Kirschen dafür hatten wir am Tag zuvor am reich behangenen Baum im Gorbitzer Gemeinschaftsgarten geerntet.

Am Abend wurde dann das Lagerfeuer entzündet und bei Kartenspiel und Gitarrenklängen lustig beeinander gesessen.

Danke UFER e.V. für die organisatorische Unterstützung des Gartens, Danke an alle Gärtner fürs ermöglichen des Festes und was so aus dem Garten geworden ist, Danke an Jochen für das geliehene Kompostklo und Gesine für die schönen Fotos. Gratulation an unser Garten-Hochzeitspaar vom Samstag.

Bis bald im Garten!

 

Rotkäppchen, Tigerella und der Lange Lulatsch

Tomaten
Die Eisheiligen sind endlich vorbei und wir haben von 10 Tagen die Tomaten gepflanzt.

Da wir viel zu viele Pflänzchen vorgezogen habe, haben wir uns entschieden, von jeder Sorte eine zu setzen. Das ergibt nun eine wilde Mischung und 15 Sorten im Gewächshaus, sowie weitere im Freiland. Ihre Namen klingen vielversprechend (und sind nur zum Teil selbst ausgedacht):

Rutje, Tigerella, »Langer Lulatsch«, »oben lila glänzend«, Rote Runde, Krim, Bullenherz, Yellow Pear, Black Cherry, Rotkäppchen, Pandorra, Resi, »Gauthier’s Coco«, »falsche Physalis«, Grüne Tomate, Rote Zora, …

Die Wilden unter ihnen dürfen’s auch im Freiland versuchen – dieses Jahr in lila, rot und gelb.

Die übriggebliebenden Tomätchen finden auch noch eine Verwendung: sie werden im Flüchtlingsheim in der Katharinenstraße wachsen, wo unser Verein UFER-Projekte Hochbeete mit den Geflüchteten baut und bepflanzt.

Die Kleinen und Großen im Kleinen Garten

Was passiert denn im Kleinen Garten? Neben der fleißgen Planung von diversen Veranstaltungen (Pilzworkshop, UFER-Festival, Yoga, Hochz…psst ) gärtnern wir natürlich auch!

Das Gewächshaus hat nun dank Alex‘ kontinuierlicher Arbeit keine Löcher mehr und kann seine Funktion endlich erfüllen. Es bleibt schön warm darin, auch wenn’s draußen über Pfingsten nochmal empfindlich kalt war.
Im Gewächshaus haben wir als Vorkultur ein paar Radieschen und viel viel »Radiesalat« angebaut, also Radieschen, die keine Knollen machen, dafür aber um so mehr leckere Blätter, die wunderbar in Salate oder Wildkräuter-Spinat passen (wir haben zu dicht ausgesät, deswegen keine Knollen!). Außerdem sammelt sich ein kleinen »Kindergarten« im Gewächshaus – ein buntes Treiben kleiner Pflänzchen, die alle bald in Freie wollen: Kohlrabis, Fenchel, Porree, Sellerie, Grünköhler, Tomaten, Erdmandeln, die Yacon-Knollen, Zucchinis und Kürbisse.

Während sich im Gewächshaus die ganz Kleinen ansammeln, gehen draußen die Stauden und zweijährigen in Blüte. »Was blüht denn da?« hören wir oft im Garten, denn der blühende Rucola, Mangold und Sauerampfer sieht plötzlich ganz anders aus als noch vor ein paar Wochen. An den Blüten vom  Schwarzwurzel, Feldsalat und den Lauchscheibenschötchen erfreuen sich natürlich auch die Bienen.

Und es gibt noch mehr Neulinge im Kleinen Garten: Ein paar Würmer aus Jens‘ Wurmkompost sind ins Starkzehrer-Beet eingezogen – dort wohnen sie im Wurmturm, um direkt vor Ort Küchenabfälle in feinen Humus zu verwandeln. Hmm …

Gartenyoga mit Lars

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Der Sommer naht und wir können unsere Aktivitäten wieder mehr nach draußen verlagern.

Warum also nicht mal Yoga im Garten machen? Diesen Juni wollen wir das im Kleinen Garten mal ausprobieren. An 3 Sonntagen im Juni wird Lars, als ausgebildeter Yogalehrer (BYV) seine Erfahrung und Freude am Yoga weitergeben und mit uns zusammen Hatha Yoga im Garten praktizieren. Er bietet ganzheitliches Yoga auf allen Ebenen deines Seins an. Hier stärkst du deinen Körper, sammelst neue Lebenskraft und befreist deinen Geist.

Einmal richtig Durchatmen im entspannten Umfeld des Kleinen Gartens.  Das wollen wir probieren.

Am 12., 19. & 26. Juni heißt es also Gartenyoga mit Lars. Immer 18:00 im Kleinen Garten. Bringt bitte eure Yogamatte oder Handtuch und eine kleine Spende für Lars mit.

Früüühling – die 3. Saison im Kleinen Garten

In der Planungswerkstatt im Februar trafen sich 17 Menschen und träumten von Projekten, die wir dieses Jahr im Garten umsetzen wollen. Einiges ist schon passiert seit dem und vieles wird noch passieren. Hier ein kleiner Überblick:

 

 

Unter anderem wollen wir eine gute Fruchtfolge auf den Beeten anlegen, um den Boden zu schonen. Auch Experimente der Mischkultur werden wir ausprobieren. Dafür ziehen viele GärtnerInnen zu Hause auf der Fensterbank Pflanzen vor, die nach und nach ins Freie dürfen. In einem der Beete soll ein Wurmturm enstehen, der den Umliegenden Boden schnell mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

Wir haben 3 Hochbeete gebaut, um mehr Beetfläche und die Möglichkeit von Einzelbeeten zu schaffen. Hier können individuelle Gartenexperimente gestartet werden.

Als großes Bauprojekt für dieses jahr wollen wir am Schuppen eine Terasse mit Sommerküche anlegen. Dafür suchen wir noch Hilfe beim Planen und Bauen.

Am 29.5. wird im Garten ein Workshop zum Thema Pilzzucht stattfinden. Hier werden wir Baumstämme mit Pilzkulturen beimpfen und dann hoffentlich kulinarische Highlights erleben!!! Das Team von den Seitentrieben hat auch an anderen Orten viele schöne Workshops rund ums Gärtnern geplant.  Am 23.4. findet als Auftakt der Saison eine Radtour zu einigen Dresdner Gemeinschaftsgärten statt. Treff ist um 10:30 im Apfelgarten Strehlen.

Geplant ist auch mindestens 1 großes Sommerfest, denn unser Verein UFER e.V. feiert dieses Jahr seinen 5. Geburtstag. Hip, Hip, Hurraaaaa! Dazu bald mehr Infos. Willst du mitorganisieren? Dann meld dich gern bei email hidden; JavaScript is required je mehr Menschen mitmachen, desto schöner und bunter wird das Fest!

In den Sommerferien wollen wir vom 1. – 5.8. den Garten für ein Bildungsangebot des Jungen Gemüses nutzen. Unter dem Motto „Wo die wilden Gärtner wohnen“ werden hier Natruerfahrung, Bauprojekte und Gartenentdeckung für Kinder von 7-12 angeboten. Details findest du hier.

Und das ist nur der Anfang…. Garten wir kommen!!!!!

Der Start in die dritte Saison

Planungstreffen

Es scheint, als gäbe sich der Winter die größte Mühe, Winter zu sein. Doch so richtig nehmen wir es ihm nicht mehr ab, es liegt doch schon Frühling in der Luft und an den Büschen im Großen wie auch im Kleinen Garten zeigen sich die ersten Knospen.

Wir wollen die dritte Saison beginnen und – solange es draußen noch zu naß und kalt ist – fleißig Pläne schmieden, was dieses Jahr alles passieren soll.

Deswegen laden wir euch hiermit zu unserem Planungsnachmittag für die neue Saison einladen. Kommt dazu, erzählt es weiter und bringt eure Ideen mit. Am Samstag, den 27.2. wollen wir nach einer kurzen Gartenbegehung in gemütlicher Atmospähre die letzte Saison Revue passieren lassen, Träume für 2016 sammeln und im zweiten Teil dann konkrete Pläne schmieden.
Für die Pause könnt ihr gern was zu Essen oder zu Trinken mitbringen.

Samstag, 27. Februar
14.30 Uhr
Treffen im Kleinen Garten

Der Kleine Garten freut sich auf euch!

 

 

Winterschlaf und Schneetreiben

Kalt ist es geworden draußen vor der Tür.

Es ist die Zeit der Stille. Unter der Schneedecke hat der Boden die nötige Ruhe, um sich auf die nächste Saison des Wachsens vorzubereiten.  All der Trubel, die Bienen, Vögel, schnell wachsenden Brombeerhecken, Mangold, Kürbis, Kräuter, ja sogar die Nacktschnecken haben sich zurück gezogen.

Das können wir Menschen uns zum Vorbild nehmen.  Akzeptieren, dass es im schnellen Lauf des Lebens auch Pausen geben muss, um wieder Kraft zu tanken. Das Geduld in einer schnelllebigen, komlpexen Zeit sehr wichtig ist.

Danke an Rick für die schönen Fotos!

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